IDS macht Stückgut grüner - CO2-Ausstoß um 12,8 Prozent reduziert

 

Kleinostheim, 07. Februar 2017 

 

Deutschlands größte Stückgutkooperation, die IDS Logistik, hat den transportbezogenen CO2-Ausstoß seit 2012 um insgesamt 12,8 Prozent gesenkt. In den letzten zwei Jahren waren es 4,2 Prozent. Seit 2012 ermittelt IDS alle zwei Jahre den Carbon Footprint je Sendung und je Kunde gemäß der DIN EN 16258/03.13. Das Mess- und Berechnungsverfahren wird regelmäßig durch den TÜV Rheinland rezertifiziert.

 

„Maßgeblich zu der Reduktion des CO2-Ausstoßes hat die effiziente Nutzung der Lkw-Kapazitäten beigetragen, insbesondere der verstärkte Einsatz der High Cube Wechselbrücken. Sie machen heute rund 85 Prozent aller Wechselbrücken im IDS-Netz aus und sind vor allem für die Hauptläufe zwischen den Umschlagdepots im Einsatz“, sagt IDS Geschäftsführer Michael Bargl.

 

High Cube Wechselbrücken bringen größte Entlastung

 

Im Vergleich zu den einfachen Wechselbrücken bieten die High Cube Wechselbrücken durch ihre zusätzliche Länge und Höhe sowie durch die Möglichkeit der Doppelstockverladung 20 Prozent mehr Ladekapazität. Dazu verbrauchen sie weniger Kraftstoff, da der Abstand zwischen Zugmaschine und Hänger bei den High Cubes mit Zentralachsanhängern kürzer ist als bei den Standardbrücken mit Drehschemelhänger. Es entstehen weniger Luftverwirbelungen, der Luftwiderstand sinkt.

 

Der Anteil der Euro 6-Fahrzeuge erhöhte sich gegenüber 2014 auf knapp 70 Prozent. Sämtliche Euro 3- und Euro 4-Fahrzeuge wurden in den vergangenen zwei Jahren durch moderne, schadstoffarme Fernverkehrszüge ersetzt. „Durch die höhere Auslastung pro Fahrzeug, den niedrigeren Dieselverbrauch und den Einsatz einer modernen Fahrzeugflotte ist der CO2-Ausstoß insgesamt seit 2012 pro Sendung im Durchschnitt um 12,8 Prozent gesunken, in den vergangenen zwei Jahren um 4,2 Prozent“, erklärt Michael Bargl.

 

Verbesserte Tourenplanung – prima fürs Klima!

 

Auch der Nahverkehr hat maßgeblichen Anteil an dieser positiven Entwicklung. Hier sank der durchschnittliche CO2-Ausstoß einer Nahverkehrssendung seit 2012 um 16 Prozent. Möglich wurde dies durch die verbesserte Tourendisposition und Feinverteilung der Sendungen sowie – dort wo es möglich war – die Umstellung von 7,5 t-Lkws auf 12 t-Lkws. Darüber hinaus können dank der neusten mobilen Datenerfassungstechnik samt innovativer Applikationen Fahrzeuge und Fahrer noch effektiver eingesetzt und besser ausgelastet werden. So reduzierten sich seit 2012 – nicht zuletzt aufgrund der Mengensteigerung im Netz um rund 14 Prozent – die gefahrenen Kilometer je Stopp um 6,5 Prozent.

 

Weniger Emissionen durch Lang-Lkw möglich

 

„Mit den aktuellen Investitionen in Fuhrpark und Technik haben wir weitgehend alle Möglichkeiten ausgeschöpft“, erklärt Bargl. „Weitere CO2-Einspareffekte ließen sich vor allem durch den Einsatz von Lang-Lkws erzielen. Das ist allerdings im Regelbetrieb derzeit noch nicht möglich, da die Anfahrtswege zu unseren Depots nicht oder nicht vollständig im bestehenden Positivnetz enthalten sind. Es fehlt sozusagen die letzte Meile.“ Michael Bargl ist jedoch optimistisch, dass sich das in den nächsten Monaten ändern wird. Ansonsten seien deutliche Reduktionen nur noch durch fahrzeugtechnische Innovationen möglich.